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ANDY HOPE 1930 - ENJOY THANK YOU

ANDY HOPE 1930 - ENJOY THANK YOU

13.05.2016 - 18.06.2016
 

... das Projekt von Hope 1930 mündet in thematischen Feldern bzw. Assemblagen mit jeweils anderer Schnittstelle für die Koeffizienten von Geschichte, Macht und Populärkultur, die der Künstler in einer dramatischen Reihe ästhetischer Verstellungen miteinander verbindet. Hope 1930 entsendet eine Brigade eigensinniger, arbeitsamer Surrogate einschließlich Dinosauriern, Superhelden, Monstern, Phantomen und Versionen seiner selbst, um mit ihnen gemeinsam gegen die Armeen der Geschichte, der Selbstheit und der Mythologie vorzugehen. Diese ordnet er parallel neu, jedoch in sich nicht vorhersehbar überschneidenden Universen von unausgereiftem Trauma und wilder, unbekümmerter Möglichkeit ein. Im Einklang mit seiner grandiosen Vision setzt Hope 1930 … in gewisser Weise vor Beginn der Geschichte der Menschheit selbst an: in der Ära der Dinosaurier. Seine Mission hat jedoch auch andere Ausgangspunkte, einschließlich seiner Selbstinszenierung als „Name“. Er signiert seine Werke mit einer anglisierten Version seines deutschen Namens – Andreas Hofer – und datiert sie auf mehr als achtzig Jahre in die Vergangenheit. Damit durchbricht der Künstler die existentialistische – und nominelle – Beschränkung, um sich dadurch mit der Geschichte auseinanderzusetzen, indem er in ihr aufgeht. Hope 1930 vergleicht unter Zuhilfenahme zahlreicher Tarnungen die Vergangenheit mit der Zukunft, damit, wenn wir sie hier und dort wieder erblicken, die Geschichte wie wir sie kennen, als eine einzigartige Form von Vergessenheit neu erzeugt wird – natürlich mit einem Hauch Hoffnung.

John C. Welchman, Past Realization: Essays on Contemporary European Art XXXXI, Bd. I, Sternberg Press, Berlin 2016, S. 23–24 (Einleitung)

 

Zu den Ausstellungen von Andy Hope 1930 gehören: Black Fat Fury Road, Galerie Guido W. Baudach, Berlin (2016); UNappropriated Activities, Hauser & Wirth, Zürich (2015); Fruits de la Passion, Centre Pompidou, Paris (2012/13); When Dinosaurs Become Modernists, Inverleith House, Royal Botanic Garden Edinburgh (2012); Andy Hope 1930 at the Freud, Freud Museum, London (2010); Andy Hope 1930, Sammlung Goetz, München (2010); und Welt ohne Ende, Lenbachhaus München (2005).