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Ist Eros der eben jetzt von mir beobachtete Planet?

Die Ausstellung Ist Eros der eben jetzt von mir beobachtete Planet? – der Titel ist dem Brief Gottlob Freges an Ludwig Wittgenstein vom 03. April 1920 entnommen – thematisiert das Verhältnis von Wahrnehmung, Zeichen (Sprache), Form und „Wirklichkeit“. Angelehnt an die briefliche Auseinandersetzung der beiden Philosophen nimmt sie das 100-jährige Jubiläum der „Logisch-philosophischen Abhandlung“ zum Anlass und zeigt dreizehn herausragende Arbeiten aus den Genres Film, Video, Skulptur, Zeichnung, Fotografie, Malerei und Grafik von österreichischen Künstlerinnen und Künstlern der jungen und jüngeren Generation, die sich konzeptionell innerhalb der Tradition dieser analytischen Fragestellungen verorten lassen. Die Frage nach der Abbildbarkeit der „Wirklichkeit“, nach „Sinn“ und „Bedeutung“ des Gezeigten und den daraus resultierenden Folgen bzw. Widersprüchen steht im Fokus der Ausstellung, wobei nicht versucht wird, eine Antwort zu finden, sondern vielmehr der Blick auf die Vielschichtigkeit der Fragestellung gerichtet bleibt.

Vielleicht kann gesagt werden, dass allen ausgestellten Arbeiten die Frage nach einer logischen Struktur des Abbildens und damit der Welt (als „Übereinstimmung“ bzw. „Bild“) kritisch/ironisch eingeschrieben ist!?

Im kunstraum pro arte in Hallein macht die Ausstellung nun nach Mecklenburg- Vorpommern (Goldbergkunst e.V.), Berlin (L-40 – Verein zur Förderung von Kunst und Kultur am Rosa-Luxemburg-Platz e.V.) und Jena (Villa Rosenthal–JenaKultur) exakt 100 Jahre nach der Fertigstellung des „Tractatus“ beinahe am „Originalschauplatz“ ihre vierte Station und feiert mit der Fertigstellung und Präsentation des Ausstellungs- kataloges ihren krönenden Abschluss.

 

kunstraum pro arte
Schöndorferplatz 5
5400 Hallein

 

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Kathi Hofer, Bouquet, 70,5 x 70,5 cm, S/W Fotografie in Alurahmen, 2011.

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